2017 war zweifel­sohne ein tur­bu­lentes Steuer­jahr. Nicht nur für uns in der Kan­zlei Dr. Wern­er und Part­ner, son­dern für die ganze „Steuer­welt“. Zu Beginn des Jahres die Pana­ma Papers und nun im Okto­ber noch die Par­adise Papers. Die Ergeb­nisse sind in etwa ver­gle­ich­bar. Es existieren Off­shore Fir­men und in der Ver­gan­gen­heit haben viele Per­so­n­en Gebrauch von ihnen gemacht. Das Ziel war dabei stets das gle­iche: Steuern sparen. Oder: Über­haupt keine Steuern bezahlen.

Ist eine solche Steuerpraxis 2018 noch real?

Im Fokus der Enthül­lun­gen waren stets Off­shore Fir­men. Also Gesellschaften, die im Land des Unternehmenssitzes keinen echt­en Betrieb vor­weisen kön­nen und lediglich dazu, dien­ten Rech­nung zu stellen. Gewinne wur­den somit ver­schoben und die Steuer­last radikal reduziert. Man muss jedoch klar sagen, dass durch die BEPS Ini­tia­tive der OECD ein solch­es Vorge­hen nicht mehr möglich ist. Die Steuer­be­hör­den tauschen alle Infor­ma­tio­nen aus und die Ver­lagerung von Gewin­nen ist so nicht möglich. Steuer­hin­terzieher, die in der Ver­gan­gen­heit so unbe­merkt mehrere Mil­lio­nen Steuern hinziehen kon­nten, nun­mehr nicht anonym Gewinne ver­lagern kön­nen. Und das ist richtig so.

Das Modell der Malta Limited im Jahr 2018

Wer sich dazu entschei­det, auf Mal­ta eine Fir­ma (=Mal­ta Lim­it­ed) zu grün­den, muss einiges beacht­en. Eine Fir­men­grün­dung ist zwar schnell erledigt und wir in der Kan­zlei Dr. Wern­er & Part­ner ste­hen in engem Kon­takt mit den Behör­den, doch mit der Grün­dung alleine ist es nicht getan. Vielmehr begin­nt die Arbeit dann erst so richtig. Briefkas­ten­fir­men set­zen wir nicht um. Sie sind schlichtweg ille­gal und funk­tion­ieren auf Dauer nicht. Daher muss auf Mal­ta ein aktiv­er Geschäfts­be­trieb nachgewiesen wer­den. Mit Büro und Angestell­ten und auch mit einem Geschäfts­führer vor Ort. Ein beson­deres Augen­merk liegt außer­dem auf den Aktiv­itäten der Gesellschaft im Aus­land. Hier muss man genau sein. Sobald eine Per­son im Aus­land, beispiel­sweise in Deutsch­land, Hand­lungsvoll­macht oder Kon­tenzu­griff hat, kann dies eine Betrieb­sstätte und somit eine Steuerpflicht in Deutsch­land aus­lösen.

Fazit der Malta Limited 2018

Auch im Jahr 2018 kann man mit ein­er Fir­ma auf Mal­ta Steuern sparen. Dies muss jedoch sorgfältig geplant umge­set­zt wer­den. Nur wer sich an alle geset­zlichen Bes­tim­mungen hält, die den Steuer­be­hör­den im Zweifels­fall auch keinen Inter­pre­ta­tion­sspiel­raum lassen, kann eine Fir­ma auf Mal­ta legal betreiben. Gerne informieren wir Sie über die Details eine Umset­zung.

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