Während meine Fre­unde in Deutsch­land bere­its die ersten Wei­h­nachts­geschenke online bestellen, muss ich hier ver­suchen, mich nach dem Büro noch zum Tigne Point oder in eine andere Shop­ping Mall auf Mal­ta zu schle­ichen. Denn was in Deutsch­land ganz ein­fach über das Inter­net funk­tion­iert, ist auf Mal­ta nicht möglich. Zwar gibt es einige wenige Online-Shops, doch die Auswahl ist stark begren­zt. Wer es in Deutsch­land beispiel­sweise gewohnt ist, von Ama­zon Prime Waren inner­halb weniger Tage zu erhal­ten, würde auf Mal­ta verzweifeln.

Zwar kann man über Ama­zon UK auch Waren nach Mal­ta liefern lassen, doch längst nicht das ganze Sor­ti­ment. Und noch dazu müssen teil­weise saftige Ver­sand­kosten bezahlt wer­den. Am besten sollte man vor ein­er Bestel­lung check­en, ob die Waren über­haupt nach Mal­ta geliefert wer­den kön­nen und falls ja, zu welchen Kon­di­tio­nen.

Denn eines bleibt Mal­ta trotz sein­er Schön­heit nicht erspart. Hohe Ver­sand­kosten auf­grund des Insel Sta­tus. Es ist schlichtweg wesentlich kom­pliziert­er und teur­er Waren nach Mal­ta zu liefern. Diese Mehrkosten sind nicht mehr in einem Umfang, der durch eine Gewin­n­marge in mark­tüblichem Umfang abzudeck­en wäre. Aus diesem Grund müssen die Online Shops höhere Ver­sand­kosten ver­lan­gen.

Dies ist im Übri­gen auch ein Grund dafür, warum Retail­er, die auf Mal­ta Steuern sparen möcht­en, zu 90% scheit­ern wer­den. Es lässt sich schlichtweg in aller Regel nicht erk­lären, warum ein Unternehmenssitz auf Mal­ta sin­nvoll wäre, wenn doch aus diesem Stan­dort mehr Nachteile für das Unternehmen erwach­sen.

Die Regierung arbeit­et an dem Prob­lem der man­gel­nden Online-Präsenz mal­te­sis­ch­er Unternehmen. Neue, staatlich finanzierte und umge­set­zte Pro­gramme, sollen Unternehmer im Bere­ich Online Mar­ket­ing schulen. Viele auf Mal­ta ansäs­sige Unternehmen, die nicht inter­na­tion­al aus­gerichtet sind, ver­fü­gen über wenig Knowhow in diesem Bere­ich. Ich bin skep­tisch, ob es sich dabei um den großen Wurf han­deln wird. Liegt das Prob­lem doch eigentlich in der Infra­struk­tur. Auch hier für eine tief­greifende Reform, die den gesamten Verkehrt auf Mal­ta umstruk­turi­ert, Abhil­fe schaf­fen.

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